Die Mobilen

Kirche ist gut - für die Anderen!

Die Mobilen und die Kirche für die Anderen

Mit der Wertschätzung der Kirche ist das für die Mobilen so eine Sache. Es gibt einfach zu viele Dinge, die das Leben füllen, um die man sich kümmern muss: Die Ausbildung oder der Job, die Partnerin, Freundinnen und Freunde, Eltern und Familie, Sport und andere Freizeitaktivitäten, Geld, Wohnung, Reisen, Träume. Überall ist Aktion gefragt, Entscheidungen müssen getroffen werden, man muss informiert sein und am besten schnell handeln. Mit der Kirche ist das ganz anders: Mit Kirche oder Religion muss man sich nicht befassen. Man ist einfach in der Kirche, oder aber man will sich lieber das Geld sparen, wenn man dann mal arbeitet. Man tritt aber selten aus Überzeugung aus, etwa weil man religiös eine andere Position hat. Eher wird es zum Problem, dass die Mobilen mit Kirche oft wenig anfangen können, nicht mehr recht wissen, wozu sie da ist. Die Kirche passt nicht so gut zum Leben. Das ist nicht so schlimm, weil sie ja auch nicht ins alltägliche Leben gehört. Kirche darf sich durchaus jenseits der Mode bewegen. Und manchmal ist es eben auch ganz schön, wenn Kirche eine andere Welt ist, in der sich wenig verändert hat.


Eine ausführliche Beschreibung dieses Milieus finden Sie im Buch "Milieus praktisch" ab Seite 61.

Grafik Bevölkerungsbaum: Die Mobilen im Vergleich mit der Gesamtheit der Kirchenmitglieder nach Alter und Geschlecht
Die Mobilen im Vergleich mit der Gesamtheit der Kirchenmitglieder nach Alter und Geschlecht. Der Abbildung liegen die Befragungsdaten der EKD-Studie zugrunde. Dunkel markiert ist der Anteil der Mobilen an der jeweiligen Altersgruppe der insgesamt befragten Kirchenmitglieder.