Die Geselligen

In der Kirche sind wir für einander da!

Die Geselligen und die freundliche Kirche

Eine freundliche Kirche nach ihrem Geschmack erleben die Geselligen zum Beispiel beim Einschulungsgottesdienst. Der junge Pfarrer hat über die Schule Einladungen verteilt. Es machen auch einige Eltern mit. Ein Gottesdienst zur Einschulung hat im Ort schon fast eine Tradition. Alle gehen hin, auch die, die nicht in der Kirche sind oder schon ewig nicht mehr da waren. Eine türkische Familie ist mit dabei – da fragt auch keiner, schließlich ist Kirche für alle da, und der Gottesdienst gehört doch zur Einschulung dazu. Die Stimmung ist gut an diesem Morgen, die meisten sind früh da, um gute Plätze zu bekommen. Ein paar Väter tragen noch eine bunt gestrichene Holzwand durch die Kirche. Was das wohl ist? Die Kulisse für ein kleines Theaterstück, die Vorrichtung für ein Kasperle-Spiel? Auf jeden Fall wird es eine schöne Stunde. Hier kann man als ganze Familie kommen, Kinder müssen nicht nur stillsitzen, alle bekommen etwas: Die Kinder kennen die meisten Lieder schon aus dem Kindergarten, sie fühlen sich hier wohl. Der Pfarrer erzählt eine Geschichte, hinterher gibt es für alle ein kleines Geschenk. Für die Erwachsenen gibt es einen Liederzettel als Andenken und eine kurze Predigt mit ernsten, sehr ermutigenden Worten. Schließlich ist es eine Umstellung, wenn ein Kind in die Schule kommt. Schön, dass Kirche hier dabei ist.

Eine ausführliche Beschreibung dieses Milieus finden Sie im Buch "Milieus praktisch" ab Seite 75.

Grafik Bevölkerungsbaum: Die Geselligen im Vergleich mit der Gesamtheit der Kirchenmitglieder nach Alter und Geschlecht
Die Geselligen im Vergleich mit der Gesamtheit der Kirchenmitglieder nach Alter und Geschlecht. Der Abbildung liegen die Befragungsdaten der EKD-Studie zugrunde. Dunkel markiert ist der Anteil der Geselligen an der jeweiligen Altersgruppe der insgesamt befragten Kirchenmitglieder.