Die Bodenständigen

Lasst die Kirche im Dorf!

Die Bodenständigen und die Kirche im Dorf

Ihre „Kirche im Dorf“ treffen die Bodenständigen sehr häufig dort, wo sie über Jahre schon eine Beziehung zur Gemeinde, zum Pfarrer, zu den Gebäuden und Traditionen haben. Einen besonderen Höhepunkt bilden jedoch Familienfeiern und traditionelle Feste, besonders kirchliche Trauungen. Sie sind nicht gerade an der Tagesordnung – schließlich können manche jungen Leute mit der schönen Tradition nicht mehr viel anfangen. Wenn aber am Samstag die Glocken läuten und eine Braut in Weiß mit ihrem Vater auf die Kirche zusteuert, dann schlägt das Herz der Bodenständigen höher. Die Orgel intoniert Mendelssohns Hochzeitsmarsch, man zieht ein in die geschmückte Kirche, kleine Kinder streuen Blumen, die traditionellen Lesungen erfolgen, man singt: „So nimm denn meine Hände“, der weise Pfarrer stellt die bekannten Traufragen, Blitzlichter und Videos halten alles fest.

Eine ausführliche Beschreibung dieses Milieus finden Sie im Buch "Milieus praktisch" ab Seite 55.

Grafik Bevölkerungsbaum: Die Bodenständigen im Vergleich mit der Gesamtheit der Kirchenmitglieder nach Alter und Geschlecht.
Die Bodenständigen im Vergleich mit der Gesamtheit der Kirchenmitglieder nach Alter und Geschlecht. Der Abbildung liegen die Befragungsdaten der EKD-Studie zugrunde. Dunkel markiert ist der Anteil der Bodenständigen an der jeweiligen Altersgruppe der insgesamt befragten Kirchenmitglieder.